Was gibt´s Neues bei den Regelwerken im Bereich Betoninstandsetzung
Das Referat beschäftigt sich mit den laufend in Bearbeitung befindlichen Ergänzungen, Änderungen und Klarstellung der verschiedenen Richtlinien und zeigt den aktuellen Stand der damit befassten Bundesarbeitsausschüsse und zukünftigen Änderungen der Richtlinien im Bereich der Betoninstandsetzung.
„Tiefgaragen, Parkhäuser, Industrieflächen zukunftssicher planen, sanieren und verstärken – mit Carbonbeton“
Der Vortrag stellt marktübliche nichtmetallische Carbonbewehrungen sowie spezielle Abstandhalter für deren Verlegung vor. Im Fokus stehen bauaufsichtlich zugelassene Bewehrungen, die Stahlbewehrung vollständig ersetzen können, bis hin zu
sandbeschichteten Varianten zur besonders wirksamen Begrenzung und Verteilung von Rissbreiten.
Beleuchtet werden die hohe Zugfestigkeit, Korrosionsfreiheit und Beständigkeit gegenüber Chloriden sowie extrem aggressiven Umgebungen bis pH 0. Diese Eigenschaften ermöglichen insbesondere in der Instandsetzung sehr dünne, dauerhafte mineralische Deckschichten.
Vorgestellt werden zudem neue Instandsetzungsansätze für Parkflächen, Abwassereinrichtungen und Industrieflächen, die rissarme Oberflächen und neue Optionen für Oberflächenschutzsysteme eröffnen. Praxisbeispiele zeigen abschließend die technische Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und gestalterische Freiheit von Carbonbeton.
Zementfreier Beton ist die Zukunft fürs Bauwesen sowohl für den Neubau als auch die Instandsetzung
Die Bauwirtschaft muss den steigenden Infrastrukturbedarf decken und zugleich ihre CO₂-Emissionen deutlich reduzieren.
Herkömmlicher Beton verursacht erhebliche Emissionen, insbesondere durch die Klinkerherstellung für Portlandzement (OPC).
Der Vortrag stellt ein dänisches Forschungsvorhaben zu zementfreiem Beton (Geopolymerbeton) vor, bei dem OPC durch industrielle Nebenprodukte wie HÜS und kalzinierten Ton ersetzt wird.
Das Material zeigt in Laborversuchen und ersten Anwendungen (Mehrfamilienhäuser, Abwasserohre, Tübbinge und U-Bahnhöfe) hervorragende mechanische Eigenschaften, hohe Dauerhaftigkeit und gute Verarbeitbarkeit. Ergebnisse belegen ein Potenzial zur Reduktion der CO₂-Emissionen um 70–80 % bei gleichwertiger oder besserer Leistungsfähigkeit als herkömmlicher Beton. Zudem wird die Frage behandelt, ob zementfreier Beton mit konventionellen Verfahren und Materialien instandgesetzt werden kann.
Abnahme von Betoninstandsetzungsbaustellen in Verbindung mit dem Fremdüberwachungsbericht (FÜ) — Rechtliche Zusammenhänge und Auswirkungen
Die Abnahme ist eine Zäsur im Bauvertrag: Sie löst (u.a.) die Umkehr der Beweislast aus, startet die Gewährleistungsfrist und markiert den Gefahrübergang – und Voraussetzung für die Vergütung ist sie auch noch. Neben oder wegen ihrer Bedeutung löst sie aber immer wieder große Unsicherheiten aus.
Bei standsicherheitsrelevanten Betoninstandsetzungsmaßnahmen gibt es neben der Eigenüberwachung des ausführenden Unternehmens auch die Überwachung durch eine dafür anerkannte Überwachungsstelle, deren Ergebnisse im Fremdüberwachungsbericht dokumentiert werden.
Was hat das nun mit der Abnahme zu tun? Ist (schon) ein positiver FÜ-Bericht gleichbedeutend mit einer mangelfreien Leistung? Kann die Abnahme verweigert werden, wenn der Bericht fehlt oder negativ ausfällt? Und was sagt eigentlich das Bauordnungsrecht dazu?
Der Vortrag beleuchtet die vertrags- und werkvertragsrechtlichen Schnittstellen zwischen Abnahme und Fremdüberwachung.
KI in der Bauwirtschaft – vom Hype zur Umsetzung in Baubetrieben, Ingenieurbüros und Verwaltungen
Künstliche Intelligenz ist in der Bauwirtschaft angekommen – nur selten dort, wo sie den größten Nutzen bringt. Der Vortrag zeigt, wo KI heute zuverlässig funktioniert: Bei Baustellenanmeldungen und Dokumentationen, im Schriftverkehr, bei Angeboten und Berichten sowie bei Fragen zu rechtlichen und baurechtlichen Vorgaben.
Im Mittelpunkt stehen die Voraussetzungen: Saubere Daten und Prozesse, klare Zuständigkeiten, Datenschutz – und die Frage, welche Aufgaben man an KI abgeben darf und welche nicht. Konkrete Beispiele aus Baubetrieben, Ingenieurbüros, Hausverwaltungen und kommunalen Verwaltungen zeigen, wie der Einstieg ohne großes IT-Projekt gelingt.
Die Teilnehmenden nehmen einen realistischen Blick auf Chancen, Grenzen und die ersten Schritte für die eigenen Umsetzungsaktivitäten mit.
Zukunft beginnt im Kopf – Wie Motivation, Haltung und Kommunikation Teams stärken!
Gerade in der Bauwirtschaft gehören Veränderung, Zeitdruck, komplexe Projekte und große Verantwortung zum Alltag. Und trotzdem, oder gerade deshalb, macht es einen Unterschied, mit welcher Haltung wir an Herausforderungen herangehen, wie wir
miteinander sprechen und ob wir auch dann noch Möglichkeiten sehen, wenn es schwierig wird.
In ihrer Keynote zeigt Ursula Helml, warum Zukunft im Kopf beginnt und weshalb Optimismus weit mehr ist als positives Denken. Es geht darum, den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen, Motivation zu stärken und Zusammenarbeit auch dann möglich zu machen, wenn Anforderungen steigen und Veränderungen Unsicherheit auslösen.
Mit Storytelling, Humor und konkreten Impulsen zeigt sie, wie Haltung und Kommunikation Teams stärken und warum Zuversicht ein echter Erfolgsfaktor ist.
Für Teams, die Verantwortung tragen, Herausforderungen lösen und jeden Tag ein Stück Zukunft mitbauen.
