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Fachkräftesicherung in der Betoninstandsetzung, Imagekampagne, Ausbildung in der Baubranche mit Spezialisierung zum Betoninstandsetzer
Der Beruf des Betoninstandsetzers stellt hohe Anforderungen an die Ausbildung und bietet Jugendlichen außer einer abwechslungsreichen Tätigkeit interessante Karriereperspektiven, gute Verdienstmöglichkeiten und eine hohe Zukunftssicherheit.
Mit einer Online-Offensive tritt die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e. V. dem drohenden Fachkräftemangel der Branche entgegen und wirbt auf einer eigenen Homepage unter www.betoninstandsetzer.de für den Beruf des Betoninstandsetzers. Der Vortrag soll eine Übersicht über die bereits erfolgten und geplanten Maßnahmen geben. Denn alle Vertreter der Branche sind angehalten, sich der Herausforderung der Fachkräftesicherung zu stellen. Die Aktion der Bundesgütegemeinschaft stellt ein gut funktionierendes und modernes Werkzeug dar. Es muss aber genutzt und in die eigenen Bemühungen sinnvoll integriert werden. Neben der Vorstellung unserer Plattform werden auch praktische Hinweise gegeben, wie eine Einbindung in die eigene Firmenpräsenz gelingen und optimal genutzt werden kann.

Das neue Werksvertragsrecht – eine vorausschauende Retrospektive für Auftraggeber, Planer und Auftragnehmer
Mit Wirkung zum 01.01.2018 tritt das „Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung“ in Kraft. Die Änderungen beschränken sich (entgegen einer weit verbreiteten Meinung) nicht darauf, Regelungen für Verbraucherbauverträge in das BGB zu integrieren. Vielmehr sind nahezu alle Bau- und Planungsverträge im geschäftlichen Bereich von den neuen gesetzlichen Regelungen betroffen. Diese beeinflussen alle Aspekte der Projektrealisierung, von der vertraglichen Gestaltung von Bau- und Planerverträgen, dem Nachtragsmanagement bis hin zur Abnahme. Nachdem erste Erfahrungen in der Praxis vorliegen, ist es an der Zeit diese Revue passieren zu lassen und einen kleinen Ausblick auf die (mögliche) Zukunft zu geben.

Regelwerke der Betoninstandhaltung und Denkmalpflege – ein Widerspruch?
Zunehmend werden aus Stahlbeton hergestellte Bauwerke zum Denkmal erklärt. Schäden an diesen Bauwerken sind sowohl unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte als auch unter Beachtung der technischen Regelwerke instand zu setzen. Insbesondere bei standsicherheitsrelevanten Maßnahmen sind die von der obersten Bauaufsichtsbehörde als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln zwingend zu beachten. Auch für denkmalgeschützte Stahlbetonbauwerke ist daher ggf. vor allem die (noch) aktuelle Instandsetzungs-Richtlinie bzw. zukünftig die Instandhaltungs-Richtlinie des DAfStb anzuwenden. Wie in der noch gültigen Richtlinie, so sind auch im Entwurf keine besonderen Regeln für Maßnahmen an denkmalgeschützten Objekten aufgeführt. Daher stellt sich die Frage, ob diese Regeln Lösungsansätze bieten, um den Anforderungen der Denkmalpflege gerecht zu werden.

Brandschutz in der Betoninstandsetzung
Bei der Instandsetzung von Betonbauteilen wird man oft unfreiwillig mit der Frage nach dem Brandschutz konfrontiert. Aber wann ist denn der Brandschutz gefährdet? Welche Anforderungen werden an Stahlbetonbauteile gestellt und wie erfolgt der Nachweis? Und wie erfolgt eine korrekte Instandsetzung?

Sanierung und Ertüchtigung Tunnel Köln-Kalk, Grenzstraße, unter besonderer Berücksichtigung der ZTV-ING
Im Rahmen der Ertüchtigung nach RABT muss der Doppelstocktunnel nach den Vorgaben der ZTV-ING betontechnisch saniert und brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Durch hohe Chloridgehalte des Betons im Bereich der Tunnelfugen bis in eine Tiefe von 7 cm bis teilweise 13 cm schied gemäß ZTV-ING eine Beschichtung mittels PCC aus, sodass ein Betonersatz statt PCC I für die Sohlen und Spritzbeton statt PCC II für die Wände gewählt wurde. Auch an der Tunneldecke schied gemäß ZTV-ING die geplante Sanierung mit PCC aus. Wegen der Befürchtung von Spritzschatten war auch der Spritzbetonauftrag ungeeignet, sodass eine Sanierung mittels Kathodischen Korrosionsschutz gewählt wurde. In der Brandschutzertüchtigung wurde mit dem Einsatz eines Betonersatzsystems zur Erhöhung der Betondeckung ein neuer Weg gewählt. Zur Eignungsprüfung des Systems nach ZTV-ING wurde ein Gutachten erstellt und Brandversuche mit den Forderungen der ZTV-ING durchgeführt. Das neue Ertüchtigungssystem hat neben der Möglichkeit einer besseren Bauwerkskontrolle auch den Vorteil der Rekarbonatisierung des Altbetons. Mit der zusätzlichen OSC-Beschichtung sollte der Tunnel wieder für die nächsten Jahrzehnte gerüstet sein.

Qualitätssicherung von Betoninstandsetzungsmaßnahmen bei Ausschreibungen anhand von Projektbeispielen
Der Erhalt der Verkehrsinfrastruktur in den Städten und Gemeinden ist eine wichtige Aufgabe der kommunalen Tiefbaubehörden. Die Betoninstandsetzung hat daran einen wesentlichen Anteil und muss oft bei erschwerten Bedingungen unter Verkehr durchgeführt werden. In erster Linie anhand von Praxisbeispielen werden Anforderungen, Besonderheiten und Schwierigkeiten erläutert und die Bedeutung einer guten Qualitätssicherung dargelegt.

Neue Instandhaltungsrichtlinie? Was nun?
Das Gelbdruckverfahren zur Instandhaltungs-Richtlinie wurde im Juni 2016 gestartet. Im Zuge der Einspruchsverhandlungen hat sich herausgestellt, dass bezüglich einiger kritischer Punkte kein Konsens in allen interessierten Kreisen hergestellt werden konnte.
Im Vortrag wird der aktuelle Stand der Diskussionen vorgestellt und erläutert.